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VG Jockgrim

Informationen für Senioren mit der Polizei


Polizei informierte Senioren über Sicherheit

„Sei klüger als der Betrüger und sei schlauer als der Klauer“ war der Titel des Vortrages, den Kriminalhauptkommissar Karlheinz Becker von der Polizeidienststelle in Wörth vor 30 interessierten Zuhörern hielt.Becker stellte zunächst seine für die Verbandsgemeindeverwaltung Jockgrim zuständige Dienststelle in Wörth vor, welche mit insgesamt 78 Mitarbeitern besetzt ist, davon arbeiten alleine 4 Mitarbeiter für die Kripo.
Vor seiner Präsentation erklärte Becker, dass wir in Rheinland Pfalz relativ sicher leben. Vorbeugen sei jedoch besser als heilen. Wer die Tricks der Betrüger kennt, fällt auf solche auch nicht so schnell herein. Informiert ist man schlauer als der Klauer und klüger als der Betrüger. Schützen kann man sich am besten, indem man weiß, wie die Täter vorgehen, so Becker.
Eine Vielzahl der Straftaten sind Trickdiebstähle, welche tagsüber verübt werden. Die meisten Menschen fürchten sich auf der Straße angegriffen zu werden. Sie rechnen aber nicht mit Straftaten in ihrer Wohnung.  Warum sind gerade Senioren von diesen Taten betroffen?.Senioren sind tagsüber zuhause, Sie haben häufig ein höheres Anstandsgefühl und zeigen größere Hilfsbereitschaft, Sie sind einsam und leichtgläubig und bei Senioren ist mit geringem Widerstand zu rechnen. 
Die Täter wissen das und nutzen dies aus, so Becker. Dies trifft auf Betrügereien wie Wasser-Zettel-Enkeltrick, oder Haustürverträgen (z.B.: Zeitschriften-Abo´s u.a..) usw. zu.
Anhand kurzer Filme wurden die Betrügereien anschaulich dargestellt. Nach jedem Filmbeitrag erklärte der Kriminalhauptkommissar die dargestellten möglichen Taten. Gezeigt wurde die Ablenkung an und in der Wohnung mit Tricks wie: Wasser, Enkeltrick (braucht Geld), Muss telefonieren/Toilette gehen, Papier/Stift um Nachricht  zu hinterlassen, Nachnahme-Paket annehmen, Falscher Beamter (Gas-Wasserableser u.a.), Telefonanrufe (ausfragen nach Kto. usw.), Fremde Personen haben sich im Zimmer geirrt, Aufbewahren von PIN`s bei Kreditkarten und nur mal kurz das Zimmer verlassen
Als mögliche Tatmöglichkeiten „auf der Straße“ nannte er: Ansprechen, Geldwechseln,
„Oh, Verzeihung! “, die Frage nach der Zigarette oder dem Weg, die Verschmutzung der Kleidung und die Tasche entreißen (hier gilt: immer loslassen!).
Aber auch die Tasche im Einkaufskorb oder die Tasche auf dem Gepäckträger wurde genauso angesprochen wie das Verhalten bei Bankgeschäften. Vorsicht geboten sei aber auch bei Hilfsangeboten wie: „Darf ich ihnen helfen?“ oder die Hilfe beim Tasche tragen.

Immer wieder zeigte Becker praktische Hinweise zur Selbsthilfe auf. Seine Tipps waren: Gauner kennen alle Verstecke. Die Beste Hilfe sei, diese überhaupt nicht erst in die Wohnung zu lassen. Bei Bedrängnis solle man energisch werden und auch laut um Hilfe rufen. Haustüren nicht sofort öffnen, Schließkette, ggfls. Termin vereinbaren und Nachbarn/Hausleitung informieren/einbinden. Ausweis zeigen lassen. Bei angeblichen Verwandten Anschrift geben lassen. Wertsachen gehören in Tresor, nicht viel Bargeld aufbewahren. Bei Verträgen/Geschäften Option: Vergleichsangebote einzuholen. Türen/Fenster (ver)schließen. Taschenalarmgerät mit Reißkontakt für Handtasche. Trillerpfeife. Zeigen sie nie, wie viel Geld sie bei sich haben. Zählen sie Schmuck/Geld nie unter möglicher Beobachtung Dritter. Achten Sie beim Geldabholen (Bank/Post o.ä.) auf „Beobachter“. Trageweise der Tasche / Handtasche. Zeigen des Dienstausweises / Kripomarke.
Angesprochen auf Kaffeefahrten erklärte Becker, dass niemand etwas zu verschenken habe. Auch nicht bei Kaffeefahrten. Anhand praktischer Beispiele gab er Tipps, wie man sich auch hier richtig verhält. So verwies er auf das 14-tägige Widerrufsrecht (immer schriftlich, ohne eine Begründung abgeben zu müssen!) bei sogenannten Haustürverträgen, worunter auch die Kaffeefahrten, Zeitschriften-Abo´s u.a. zu rechnen sind. Als Ausnahme sei zu beachten, dass dies nicht gilt bei Abschlüssen unter 40 € Wert und bei Mitgliederwerbung für Vereine.
Zum Abschluss des kurzweiligen und sehr interessanten Vortrages kam Becker zu dem Resümee: „ Wenn Senioren ihre Rechte und die Tricks der Gauner kennen, wird es schwerer eine Tat zu begehen!“.