Vlnr.: Die Jubilarin nimmt die Dankurkunde des Ministerpräsidenten sowie die Glückwünsche von Bürgermeister Uwe Schwind, Werkleiter Konrad Kunstwadl, dem geschäftsführenden Beamten Paul Dobler und ihrer Abteilungsleiterin Martina Bouché entgegen
Anfang August 2010 konnte Bürgermeister Uwe Schwind seine Mitarbeiterin Gabriele Heid aus Anlass ihres 40-jährigen Dienstjubiläums im Beisein des büroleitenden Beamten Paul Dobler und den Abteilungsleitern Martina Bouché sowie Konrad Kunstwadl ehren.
Bürgermeister Uwe Schwind überreichte Gabriele Heid die vom Ministerpräsidenten Kurt Beck eigenhändig unterzeichnete Dankurkunde des Landes Rheinland-Pfalz und überbrachte stellvertretend für alle Gratulanten die besten Glückwünsche. Für die geleisteten treuen Dienste sprach er seinen persönlichen Dank sowie den der Verbandsgemeindeverwaltung Jockgrim aus.
Gabriele Heid begann nach ihrem Schulabschluss im Jahre 1970 eine Ausbildung bei der Gemeinde Rheinzabern. Mit Gründung der Verbandsgemeinde Jockgrim im Oktober 1972 wurde sie von der neu errichteten Verbandsgemeindeverwaltung übernommen. Dort absolvierte sie ihre restliche Ausbildung und wurde nach erfolgreichem Prüfungsabschluss in ein Angestelltenverhältnis übernommen. In der Verbandsgemeindeverwaltung Jockgrim war sie von Anfang an im Meldewesen tätig.
Im Laufe ihrer langen Dienstzeit erlebte Gabriele Heid viele Umstrukturierungen im Einwohnermeldebereich. So hat sich das Einwohnermeldeamt immer wieder weiterentwickelt und gewandelt. Waren in den 70er Jahren in der dortigen Verwaltungseinheit nur Ausweise zu erhalten sowie An- und Abmeldungen im Einwohnermeldeamt zu tätigen, so sind im heutigen Bürgerbüro bewusst viele Verwaltungsdienstleistungen gebündelt worden, die ein Bürger, insbesondere einer der umgezogen ist, herkömmlicherweise immer wieder in Anspruch nimmt. Die breit gefächerten Dienstleistungen beginnen bei A wie An-, Ab und Ummeldungen sowie Anträge auf Auskunfts- oder Übermittlungssperre und enden bei W wie Wehrerfassung und Ausgabe von Wertstoffsäcken. Weiterhin wurde das Bürgerbüro bewusst räumlich offener gestaltet, damit kein Bürger mehr auf einem Gang vor verschlossener Tür, wenn gerade ein anderer Kunde bedient wird, sitzen muss, die kundenfreundliche sowie bargeldlose Zahlungsmöglichkeit über EC-Karte wurde eingeführt und nicht zuletzt wurden die Öffnungszeiten erheblich ausgeweitet, damit ein Arbeitnehmer mit normaler Arbeitszeit nicht extra Urlaub oder Freistunden für den „Gang zum Amt“ benötigt.
Schwind dankte Gabriele Heid ausdrücklich dafür, dass sie persönlich sämtliche Änderungen sowie Fortentwicklungen mitgemacht und sogar aktiv mitgestaltet hat. Bei ihr sei der Dienstleistungsgedanke und die Kundenorientierung keine Theorie, sondern sie lebe dies aktiv vor. Mit solchen Mitarbeitern und allen weiteren durchgeführten flankierenden Maßnahmen konnte, so Schwind weiter, eine bessere Kundenzufriedenheit erreicht werden. Dies zeigte eindeutig eine Umfrage unter den Kunden des neuen Bürgerbüros, die bewusst nach der Umstrukturierung durchführt wurde.
Gabriele Heid nahm die Glückwünsche dankend entgegen und zog ein kurzes eigenes Resümee. Für sie waren ihre Lehrjahre sowohl in der Gemeinde Rheinzabern als auch in der Verbandsgemeinde Jockgrim im Rückblick eine schöne Zeit. In den vier Jahrzehnten im Einwohnermeldewesen habe sie wirklich viele verschiedene Entwicklungen erlebt. Wenn sie allein an die technischen Veränderungen denke, wobei anfangs noch mit Karteikarten gearbeitet werden musste, danach Matrizen und Lochkarten aufkamen und heute natürlich nur noch die Arbeit am Computer zur Aufgabenerfüllung geeignet ist. Das alles Entscheidende sei aber heute, wie es vor Jahrzehnten auch war, nämlich wie man mit dem Menschen, der vor dem Schreibtisch sitzt, umgeht.